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Kindheitsphantasien

(erstmals veröffentlicht auf Facebook am Mittwoch, 2. November 2011 um 11:49)


Dieser Tage beschäftigen mich zwei Kindheitsphantasien aus meiner Volksschulzeit ganz besonders:

(1) Ich habe irgendwann mitgekriegt, dass ich amerikanische Verwandte habe. Dadurch beschäftigte ich mich mit den "Vereinigten Staaten von Amerika", die mich faszinierten: So viele Länder, die sich alle als Eines verstanden. Es hat (nach meiner Erinnerung) nicht wirklich lange gedauert, bis ich mir dachte, dass das toll wäre, wenn wir das auch zusammen brächten: "Vereinigte Staaten von Europa". Unklar war mir nur die Sache mit den Sprachen und Kulturen, alles andere schien mir doch machbar: Dass sich die einzelnen Staaten zusammentun und alles gemeinsam verwalten. Denn wieso sollten sich Deutsche, Schweden und Italiener (die kannte ich damals schon) denn anders fühlen als ich, als wir in Österreich?

Sicher ein bissl naiv.

Und gerade jetzt, in Zeiten von Krisen landauf landab, vielleicht nicht eine so faszinierende Vorstellung.

Aber wenn ich mir anschaue, wie weit wir in Europa schon gekommen sind, habe ich die Hoffnung, dass wir alle vielleicht doch noch lernen, uns selbst nicht so wichtig zu nehmen, um an einer größeren Idee handfest zu arbeiten. Auch in Amerika, das war mir damals schon klar, gibt es verschiedenste Regionen, die alle ihre eigene Identität haben. Und dennoch als Staatsgebilde zusammen wirken.


Nun, die zweite Idee ist der eigentlich Auslöser für meine Gedanken.

(2) Wir hatten noch keinen Fernseher, womöglich war es gerade die Zeit der Mondlandung und der Boxkämpfe von Cassius Clay und George Foreman etc. (da hatten wir dann doch einen), aber ich erinnere mich nicht an irgendein Science-Fiction-Vorbild, als ich die Idee entwickelte, dass eines Tages die Menschen ganz anders kommunizieren werden. Was hatten wir? Es gab Telefon. Und wir spielten mit ein paar von meinem Bruder selbst gebastelten Funkgeräten. Aber eines war mir klar: Eines Tages werden wir "irgendetwas" zwischen Ohr und Mund haben, auf das wir nur drauf tippen müssen und wir können mit einem x-beliebigen Menschen auf der ganzen Welt reden.

Nun, vor kurzem kaufte ich mir ein Bluetooth-Headset (gibt es dafür ein deutsches Wort?) als Freisprecheinrichtung. Ich hatte schon viele probiert, allerdings hatten die ein Kabel und die Ohrstecker funktionierten nie so, dass sie hielten.

Aber jetzt ging es. und ich laufe herum mit meinem "Ohrmikrophon" und fühle meine kindliche Phantasievorstellung verwirklicht.

Ein unglaubliches Gefühl!

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